Staat lässt Strompreise steigen - Ökostrom erstmals günstiger als konventioneller Strom
(vom 16.08.2010)
Bei den Stadtwerken Bamberg ist Ökostrom erstmals günstiger als konventionell erzeugter Strom. „Das ist ein wesentlicher Beitrag der Stadtwerke zum Klimaschutz in der Region", so Stadtwerke-Vertriebsleiter Horst Ziegler am Montag. Während zum 1. Oktober 2010 die Preise für den normalen Strom um bis zu neun Prozent steigen, übernehmen die Stadtwerke ein halbes Jahr lang diese Preisanpassung für alle BestNatur-Ökostrom-Kunden: Mit der Wahl von BestNatur kann ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt über 30 Euro sparen.
Fast zwei Jahre lang hatten die Stadtwerke Bamberg ihre Strompreise konstant niedrig gehalten. Den Strompreisvergleich von zehn regionalen Anbietern führten die Bamberger als mit Abstand günstigster Anbieter an. „Das liegt daran, dass die staatlichen Belastungen des Strompreises in den vergangenen Monaten enorm gestiegen sind. Während unsere Mitbewerber ihre Preise erhöht haben, haben wir Kosten reduziert und diese Steuern, Abgaben und Entgelte für unsere Kunden übernommen", so Ziegler. Gleichzeitig istdavon auszugehen, dass die Umlage aus dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) um mindestens einen Cent weiter steigen wird. Für die Stadtwerke-Kunden bedeutet das eine Preisanpassung um maximal neun Prozent.
Mit Ökostrom bis zu 30 Euro sparen
Mit den günstigen Preisen für den Ökostrom BestNatur wollen die Stadtwerke ihren Kunden einen Anreiz geben, sich jetzt aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Wer noch nicht Ökostrom-Kunde sei, könne jetzt problemlos wechseln und vom Sparangebot profitieren. Hierfür werden alle Tarifkunden in den nächsten Tagen angeschrieben. Dem Anschreiben liegt ein Wechselauftrag bei, den die Kunden an die Stadtwerke zurücksenden können. „Für den Umstieg zum Stromprodukt aus Wasserkraft muss weder ein Mitarbeiter von uns kommen, noch der Zähler ausgetauscht werden", erklärt Ziegler. Ein 3-Personen-Haushalt kann mit dem Ökostrom über 30 Euro sparen.
Strompreis-Garantie bis zum 30. September 2011
Bis mindestens zum 30. September 2011 garantieren die Stadtwerke ihren Kunden verlässliche Strompreise. „Von dieser Preisgarantie ausgenommen sind Steuern und Abgaben, die staatlich festgelegt werden und auf die wir keinen Einfluss haben, beispielsweise eine Erhöhung der Umlage für die erneuerbaren Energie um mehr als einen Cent", so Ziegler.
Festpreisangebot auch beim Gas
Auch die Gaspreise der Stadtwerke Bamberg steigen zum 1. Oktober und folgen damit den Preisentwicklungen an den internationalen Rohölmärkten. Die Preisanpassung beträgt netto 0,38 Cent pro Kilowattstunde. „Damit liegen wir weit unter den Preisanpassungen, die Fachleute infolge der Ölpreisentwicklung für Deutschland prognostizieren", sagt Ziegler. Mit einem Festpreisangebot können sich die Kunden ein ganzes Jahr lang bis zum 30.09.2011 vor weiteren Preissteigerungen absichern und gleichzeitig 0,1 Cent pro Kilowattstunde sparen.
Die Stadtwerke Bamberg sind aktuell der günstigste Energieversorger aus der Region: Beim Strompreisvergleich, bei dem der „Fränkische Tag" am 4. August die Grundversorgungstarife in zehn fränkischen Städten verglichen hatte, führen die Stadtwerke Bamberg das Feld der günstigsten Anbieter mit Abstand an. Der zweitgünstigste Anbieter war rund 60 Euro teurer, der teuerste Wettbewerber über 150 Euro. „Trotz dieser günstigen Preise liefern wir unseren Kunden einen sehr guten Service", so Stadtwerke-Vertriebsleiter Horst Ziegler. Deutlich wird dieses durch die Auszeichnung als „TOP-Lokalversorger", die den Stadtwerken im vergangenen Winter zum dritten Mal in Folge vom unabhängigen „Energieverbraucherportal" verliehen wurde.
