Stadtwerke Bamberg setzen Maßstäbe in der Versorgungssicherheit
(vom 01.08.2011)
Die Strom-, Gas- und Wasserversorgung in Bamberg gehört zu den
sichersten und zuverlässigsten in ganz Deutschland. Davon profitieren
nicht nur die Verbraucher in ganz Bamberg, sondern dies findet auch in
Fachkreisen große Beachtung. Der deutsche Verein des Gas- und
Wasserfaches e.V. (DVGW) sowie der Verband der Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik e.V. (VDE) haben den Bamberger Energiedienstleister
jetzt für die Fachkompetenz im Bereich Versorgungssicherheit
erfolgreich überprüft. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am vergangenen
Donnerstag, 28. Juli, überreichte Jörn-Helge Möller, Geschäftsführer
der DVGW Landesgruppe Bayern, die Urkunde zum Technischen
Sicherheitsmanagement (TSM) an Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach
und Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Starke. Anfang Juli wurde Rubach
bereits in den Bundesvorstand des DVGW gewählt.
Durchschnittlich 19 Minuten sind die Verbraucher in Deutschland ohne Strom. Die Kunden der Stadtwerke hingegen lediglich 1,1 Minuten. Damit gehört das Bamberger Stromnetz zu den sichersten in ganz Deutschland. „Für jeden Bürger ist es ärgerlich, wenn er bei einem Stromausfall im Dunklen sitzen muss. Wenn bei Industriebetrieben der Strom ausfällt, dann steht die gesamte Produktion still. Die hohe Zuverlässigkeit des Stromnetzes ist daher ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor für Bamberg. Die Zertifizierung zum TSM ist nun die offizielle Bestätigung, dass sich die Kunden zu hundert Prozent auf die Stadtwerke Bamberg verlassen können. Durch die Wahl Herrn Rubachs in den Vorstand der Branchenvereinigung tragen die Stadtwerke außerdem bei der Entwicklung von neuen Sicherheitsstandards und Normen bei, wovon letztendlich die Verbraucher in Bamberg und ganz Deutschland profitieren“, so Starke.
Stadtwerke investieren jährlich Millionen in die Versorgungssicherheit
Rund 55.000 Strom-, 19.000 Gas- und 13.500 Wasserkunden vertrauen täglich auf die zuverlässige Versorgung durch den lokalen Energie- und Wasserversorger. „Um diese sicherzustellen, investieren wir jedes Jahr mehrere Millionen Euro in den Ausbau, die Wartung und die Instandhaltung der Netze, in die regelmäßige Sicherheitsprüfung und die kontinuierliche Qualifizierung des Personals. Als Energieversorger erfüllen wir selbstverständlich die gesetzlichen Anforderungen in der Energie- und Wasserversorgung, was von der Energieaufsicht im Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie regelmäßig bestätigt wird. Trotzdem haben wir uns jetzt den Richtlinien und Prüfungen des DVGW und des VDE unterzogen, um das Urteil eines unabhängigen Fachgremiums einzuholen“, erklärt Rubach.
Verbände bestätigen Zuverlässigkeit und Sicherheit
Am 21./22. Februar 2011 fand die Prüfung im Bereich Gas statt. Am 20./21. Juli 2011 nahmen die Experten des DVGW die Wasserversorgung und die Experten des VDE die Stromversorgung unter die Lupe. Anhand von rund 500 Aspekten aus den TSM-Leitfäden in den Bereichen Gas, Wasser und Strom wurde geprüft, ob die betriebliche Praxis mit den einschlägigen Vorschriften in den Bereichen Organisationsstruktur, Verantwortlichkeiten, Fach- und Entscheidungskompetenzen, Dokumentation, Verfahren, Prozesse, Regelung der Bereitschaftsdienste und der Störungsbehebung, Materialauswahl und -einsatz, technische Ausrüstung sowie Qualitätssicherung übereinstimmt.
Die Experten der beiden Verbände bescheinigten schließlich, dass die personelle und technische Ausstattung sowie Organisation der Stadtwerke eine sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Versorgung der Kunden gewährleistet. „Unsere selbstgesetzten Ansprüche an die Sicherheit der Versorgungsnetze sind hoch. Deshalb freuen uns sehr natürlich sehr über die Zertifizierung. Rund 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Positionen kümmern sich täglich um die Sicherheit der Netze. Der Verdienst ist daher vor allem unserem Team zuzuschreiben. Wir werden uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern arbeiten täglich daran, die Versorgung noch zuverlässiger zu machen und Standards in diesem Bereich zu setzen“, versichert Rubach.
Verband setzt auf Fachkompetenz der Stadtwerke Bamberg
Entwickelt wurde das Technische Sicherheitsmanagement (TSM) vom DVGW. Der gemeinnützige Verein setzt sich aus freiwilligen Mitgliedern der gesamten Energiebranche zusammen. Er legt technische Standards fest, entwickelt Normen und Regelwerke für die Gas- und Wasserversorgung und unterstützt so den Gesetzgeber bei der Erfüllung der allgemeinen Schutz- und Sicherheitsziele. Darüber hinaus prüft, zertifiziert und überwacht er gas- und wasserfachliche Produkte, Personen, Unternehmen und Qualitätsmanagement¬systeme. Das TSM ist vor dem Hintergrund der sich ständig wandelnden sicherheitstechnischen Anforderungen an die Versorgungsunternehmen entwickelt worden. „Die erfolgreich bestandene TSM-Zertifizierung ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass die Stadtwerke Bamberg ein gut geführtes und strukturiertes Versorgungsunternehmen sind, das für höchste Versorgungssicherheit steht. Wir schätzen die Professionalität, Kompetenz und das große Know-How der Stadtwerke seit Jahren. Deshalb freuen wir uns, dass Herr Rubach seine persönlichen Erfahrungen und das Fachwissen des gesamten Unternehmens jetzt als Vorstandsmitglied im DVGW-Bundesverband und als Vorsitzender der Landesgruppe in die Verbandsarbeit einbringt“, so Möller.
Stadtwerke Bamberg
Energie- und Wasserversorgungs GmbH
| Grundlage des Technischen Sicherheitsmanagements sind die DVGW-Richtlinien G1000 und W1000 sowie die VDE-Richtlinie AR-N 4001 Die dort formulierten Anforderungen sollen sicherstellen, dass: • ein Unternehmen über eine klare Organisationsstruktur verfügt und effizient geführt wird, • die Versorgungssicherheit optimal und in realistischem Umfang gewährleistet ist, • der Kunde beste Betreuung erfährt, • interne Abstimmungsprozesse geregelt und nachvollziehbar ablaufen, • die verantwortungsbewusste und zielgerichtete Weiterbildung des Personals gewährleistet ist, • im Hinblick auf Versorgungsqualität und Versorgungssicherheit alle erforderlichen Maßnahmen durchgeführt wurden. Die Zertifikate haben jeweils eine Gültigkeit von 5 Jahren. In diesem Zeitintervall findet eine TSM-Wiederholungsprüfung statt. |
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- DVGW Landesgruppen-Geschäftsführer Jörn-Helge Möller (4. von links), Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach (6. von links) und Oberbürgermeister Andreas Starke (8. von links) mit dem Mitarbeitern, die maßgeblich an der Zertifizierung beteiligt waren.
