Im Frühjahr beginnen in Bamberg-Ost die Bauarbeiten für das schnelle Glasfasernetz

(vom 07.02.2011)

Die Stadtwerke Bamberg und die Stadtnetz Bamberg starten in diesem Frühjahr mit dem systematischen Ausbau ihres schnellen Glasfasernetzes. Dank der Glasfasertechnologie können die Bamberger dann mit Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr im Internet surfen, telefonieren und über 180 Fernsehprogramme in digitaler Bildqualität sowie zusätzlich 44 analoge TV-Programme empfangen.

Der erste Ausbausektor umfasst in Bamberg-Ost rund 830 Objekte mit rund 4.500 Wohneinheiten, die zwischen der Bahnlinie, Memmelsdorfer Straße, Zollnerstraße und Berliner Ring liegen. „100 Mbit/s entsprechen in etwa DSL 100.000 und ermöglichen, in kurzer Zeit riesige Datenmengen zu übertragen", schwärmt Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. Was heute noch nach Zukunftsmusik klingt, soll für die Bewohner in dem ersten Ausbausektor bereits in diesem Jahr nutzbar sein: „Derzeit entwickeln wir die konkreten Online-, TV- und Telefonangebote. Sobald in diesem Jahr die Häuser angeschlossen sind, werden wir die Bewohner informieren, dass sie ab sofort zu günstigen Preisen auf das schnelle Glasfasernetz wechseln können", so Rubach.

Infrastrukturprojekt für ganz Bamberg

Der Ausbau des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke-Tochtergesellschaft Stadtnetz Bamberg GmbH ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in der Stadt Bamberg. Bislang nutzen vor allem Industrie- und Dienstleistungsunternehmen das bislang 300 km lange oberfränkische Netz für die schnelle Datenübertragung. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen alle Bamberger Haushalte an die schnelle Glasfasertechnologie angebunden sein. „Das Netz wird den Ansprüchen dieser und künftiger Generationen gerecht", sagt auch Oberbürgermeister Andreas Starke. „Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in Bamberg und ist auch für die Entwicklung der Stadt als Universitätsstandort und Wirtschaftszentrum von größter Bedeutung", so Starke.

Anschluss der Häuser - Zustimmung der Eigentümer nötig

Der Anschluss der Häuser an das schnelle Glasfasernetz verläuft in der Regel über die vorhandene Einführung, über die auch die Stromkabel ins Haus kommen. Ist dieses in Einzelfällen nicht möglich, wird eine kleine luft- und wasserdichte Mauerdurchführung geschaffen, durch die das neue Kabel gelegt wird. Weil für den Hausanschluss die Einwilligung des jeweiligen Gebäudeeigentümers notwendig ist, benachrichtigen die Stadtwerke in diesen Tagen alle betroffenen Hausbesitzer und -verwalter in Bamberg-Ost mit einem umfangreichen Infopaket. „Wir gehen von einer sehr großen Zustimmung aus - auch, weil ein nachträglicher Hausanschluss für den Kunden mit Kosten verbunden sein wird", so Rubach. Der Stadtwerke-Geschäftsführer betont, dass mit einer Einwilligung zu dem Hausanschluss keine Verpflichtungen entstehen, das Glasfasernetz auch zu nutzen - weder für Eigentümer noch für Mieter.

Für Fragen zu dem Glasfaserprojekt sind die Stadtwerke Bamberg unter der Rufnummer 0951 77-4949 erreichbar. Informationen zu dem Glasfaserausbau sind auch auf der Homepage www.stadtwerke-bamberg.de zusammengestellt.

Stadtnetz Bamberg:

Die Stadtnetz Bamberg Gesellschaft für Telekommunikation mbH wurde 1997 als 100%-ige Tochter der STWB Stadtwerke Bamberg GmbH gegründet. Seither bietet sie Telekommunikationsleistungen und hochleistungsfähige Datenverbindungen für Gewerbe, Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen an. Das eigene Glasfasernetz erstreckt sich über mehr als 300 km im Großraum Bamberg, aber auch bis nach Coburg, Schweinfurt, Forchheim und Ebermannstadt. Der Ausbau des Glasfasernetzes in Bamberg ist das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Unternehmens.