Großer Schritt für mehr Klimaschutz: Stadtwerke bauen in der Gereuth ein neues Wärmenetz auf
(vom 28.02.2011)
Die Stadtwerke Bamberg schließen die Gereuth an ihr Wärmenetz an. Bis zum Herbst 2012 sollen circa 600 Wohneinheiten der Stadtbau GmbH an die klimafreundliche Wärmeversorgung angeschlossen werden. Durch die zentrale Erzeugung der Wärme aus regenerativen Energien in einem Heizwerk auf dem Gelände der Stechert Arena werden künftig pro Jahr 550 Tonnen bzw. 59 Prozent des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart werden.
„Unsere Investition in Höhe von rund drei Millionen Euro ist ein weiterer Meilenstein der Klimaallianz von Stadt und Landkreis", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. Der Infrastrukturdienstleister und die Stadtbau sind Partner der Klimaallianz und haben bereits in den vergangenen Jahren gemeinsam wichtige Klimaschutzprojekte realisiert. So haben sie über 1.000 Wohneinheiten in Gaustadt und dem neuen Wohngebiet entlang der Königstraße an das Fernwärmenetz angeschlossen.
Um eine besonders umweltfreundliche Wärmelösung für die Stadtbau-Immobilien in der Gereuth zu finden, hat die Fernwärme Bamberg GmbH eine Potentialstudie in Auftrag gegeben, die vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert wurde. Dabei wurde untersucht, welche Versorgungsvariante ökologisch und wirtschaftlich am günstigsten ist. Das Ergebnis: Bei der Versorgung über ein Heizwerk, das vorwiegend mit Holzhackschnitzeln befeuert wird, sind die CO2-Einsparungen besonders hoch.
Über die konkreten Ausbaupläne und Auswirkungen für die Bewohner haben Stadtwerke und Stadtbau jetzt in einer Versammlung des Bürgervereins informiert. Die Nahwärmeerschließung der Gereuth befindet sich im Planungsstadium, hier werden im Frühjahr 2011 die Bagger anrollen. Gleichzeitig sicherten die Stadtwerke zu, dass das Heizen mit Wärme aus dem nahgelegenen Heizwerk bei Vollkostenrechnung im Durchschnitt nicht teurer sein wird als mit einem anderen Energieträger. Zudem würden Etagenheizungen oder Einzelöfen entfallen, auch die zentrale Heizung im Keller gebe es nicht mehr. Weiterer Vorteil für die Mieter: Mit den Wärmerohren werden in der Gereuth auch die ersten Glasfaserkabel für das schnelle Internet verlegt. Sind die Wohnungen komplett an das Datennetz angeschlossen, können auch hier die Bewohner mit bis zu 100 Mbit/Sekunden - was in etwa „DSL 10.000" entspricht - surfen, zwischen 44 analogen und knapp 180 digitalen Fernseh- und Radioprogrammen wählen und günstig telefonieren.
„Für uns als Vermieter sinken mit der Nahwärmeversorgung die laufenden Instandhaltungskosten und der Reparaturaufwand der Immobilien, außerdem wird die Abrechnung der Nebenkosten wesentlich einfacher als bisher", so Stadtbau-Geschäftsführer Heiner Kemmer über die Vorteile für ihn als Vermieter. Und auch die Stadtbau-Mieter „Am Hochgericht", zwischen Wunderburg und Münchner Ring, profitieren von den Ausbauplänen. Parallel zur Komplettsanierung der dortigen Liegenschaften der städtischen „Goldene Hochzeit-Stiftung" beginnt auch der Nahwärmeausbau, der hier vor der kommenden Heizperiode abgeschlossen werden soll.
