133.000 Pappeln fürs Bambados

(vom 28.04.2011)
100.000 Bäume haben die Stadtwerke Bamberg vergangene Woche auf den eigenen Flächen im Wasserschutzgebiet in Bamberg Süd gepflanzt. Rund um die Trinkwasserbrunnen sorgen sie damit nicht nur für einen natürlichen Schutz vor Erosion, sondern schlagen gleich eine zweite Fliege mit einer Klappe. Denn die schnellwachsenden Balsampappeln dienen auch als Rohstoff für die umweltfreundliche Energieversorgung des neuen Hallenbades Bambados.

Im Frühjahr 2010 hatte der Bamberger Energiedienstleister zunächst auf einem 4,5 Hektar großen Versuchsfeld knapp 33.000 Setzlinge gepflanzt. Die guten Anwachserfolge haben die Stadtwerke ermutigt, weitere Flächen mit diesen sog. Kurzumtriebsplantagen anzulegen. So wurden nun auf zwölf Hektar Ackerland im Bereich Bamberg Süd weitere 100.000 Stecklinge des schnellwachsenden Laubbaumes gesetzt. Dadurch wird vermieden, dass die Erdoberfläche durch Wasser oder Wind abgetragen wird und Schadstoffeinträge, wie z.B. Nitrat, in das Grundwasser eindringen. Innerhalb des ersten halben Jahres wachsen die Stecklinge bis zu 2,5 Meter. Dank dieser Eigenschaft kann im Zeitraum von circa 25 bis 30 Jahren alle fünf bis sechs Jahre Holz „geerntet" werden. Dieses wird geschreddert und in der Holzvergasungsanlage im neuen Hallenbad zur Erzeugung von Strom und Wärme verwendet. Die Energieversorgung des Bambados erfolgt somit weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern und der CO2-Ausstoß kann dank der biomassebetriebenen Kraftwärmekopplungsanlage um 80 Prozent verringert werden.