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Schüler der Bamberger Luitpoldschule unterzeichnen „Wasser-Generationenvertrag"

Klaus Rubach beim Unterzeichnen des Generationenvertrags

Celina und Jan, Sabrina und Stefan - allesamt waren sie heute etwas aufgeregt, die Schülerinnen und Schüler der Bamberger Luitpoldschule. Grund für Spannung in der Grundschule an der Memmelsdorfer Straße: Gemeinsam mit Bürgermeister Werner Hipelius und weiteren Ehrengästen haben die Kinder heute einen „Wasser-Generationenvertrag" unterschrieben. Der Vertrag ist eine Selbstverpflichtung zum Schutz und sorgsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nummer 1.

In den vergangenen Monaten haben sich die Schülerinnen und Schüler der Luitpoldschule intensiv damit auseinander gesetzt, wie wichtig es ist, das Trinkwasser zu schützen. „Weil Tiere und Blumen Wasser brauchen - und die Menschen auch", sagt eine Drittklässlerin. „Und weil man damit Feuer löschen kann", ergänzt ihr Freund. Die Schüler wissen viel übers Wasser, das haben sie alles im Unterricht gelernt. Auch, dass es Regionen auf der Welt gibt, in denen das Lebensmittel nicht wie selbstverständlich aus dem Hahn kommt. „Deshalb ist es wichtig, sparsam mit dem Wasser umzugehen - und sorgsam die Trinkwassergewinnung zu unterstützen", erklären die Größeren unter den Schülern. Sie wissen, worauf es ankommt - und haben deshalb wie selbstverständlich mit dem Generationenvertrag die Selbstverpflichtung unterschrieben, vernünftig und sorgsam mit Trinkwasser umzugehen, die Gewässer und das Grundwasser zu schützen und Mitverantwortung für die Menschen in der Welt tragen, denen es an Wasser mangelt. Mitunterzeichner des Vertrags waren neben Bürgermeister Werner Hipelius auch Schulamtsdirektorin Gisela Bauernschmitt, Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach sowie Dr. Heinz Köhler und Markus Rauh, der Vorsitzende bzw. der Werkleiter der Fernwasserversorgung Oberfranken. Auch Schulleiter Franz Hilbert und die Vertreter des Elternbeirats ließen es sich nicht nehmen, dem Projekt durch ihre Unterschrift Nachdruck zu verleihen.

Anlass für die Vertragsunterzeichnung am Mittwoch war die Einweihung eines Trinkwassersprudlers, den die Stadtwerke Bamberg der Luitpoldschule im Rahmen ihrer letztjährigen Weihnachtsaktion gespendet hatten. Weitere Trinkwassersprudler waren damals an die Erlöserschule und das Kinderhaus der Arbeiterwohlfahrt am Hauptsmoorwald gegangen. Auch im Bürgerservice des Rathauses am Maxplatz steht seit einigen Tagen ein Trinkwassersprudler, aus dem Mitarbeiter und Besucher der Stadtverwaltung kostenlos gekühltes Trinkwasser zapfen können, frisch aus der Leitung und wahlweise mit oder ohne Kohlensäure.

Im Rahmen ihrer Sponsoringaktivitäten unterstützen die Stadtwerke Vereine, Initiativen und öffentliche Einrichtungen bei der Anschaffung eines Trinkwassersprudlers mit 500 Euro. Informationen zu dem Projekt aus der „Spendenfibel" gibt es auf der Homepage der Stadtwerke (www.stadtwerke-bamberg.de). Bewerbungsschluss für die nächste Vergaberunde ist der 15. Dezember 2011.


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133.000 Pappeln fürs Bambados

100.000 Bäume wurden Ende April auf einer 12 Hektar großen Ackerfläche im Wasserschutzgebiet in Bamberg Süd gepflanzt. Rund um die Trinkwasserbrunnen sorgen sie damit für einen natürlichen Schutz vor Erosion und verhindern, dass Schadstoffeinträge, wie z.B. Nitrat, in das Grundwasser eindringen. Innerhalb des ersten halben Jahres wachsen die Stecklinge bis zu 2,5 Meter. Dank dieser Eigenschaft kann im Zeitraum von circa 25 bis 30 Jahren alle fünf bis sechs Jahre Holz „geerntet" werden. Dieses wird geschreddert und in der Holzvergasungsanlage im neuen Hallenbad zur Erzeugung von Strom und Wärme verwendet. Die Energieversorgung des Bambados erfolgt somit weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern und der CO2-Ausstoß kann dank der biomassebetriebenen Kraftwärmekopplungsanlage um 80 Prozent verringert werden.



Stadtwerke nehmen keine Trinkwasserproben in Privathaushalten
Bei uns sind mehrere Nachfragen von Kundinnen und Kunden eingegangen, die einen Anruf zur kostenlosen Trinkwasseranalyse bekommen haben. Diese kommen nicht aus unserem Haus. Weitere Informationen finden Sie hier.


Wasser-Schutzgebiet

Wasserschutzgebietsverfahren

Allgemeines zu Wasserschutzgebietsverfahren

Sinn und Zweck der Ausweisung eines Wasserschutzgebietes ist eine nachhaltige Bewirtschaftung des Schatzes Grundwasser, damit unser Lebensmittel Nummer 1 für uns und auch für zukünftige Generationen in ausreichender Menge und guter Qualität vorhanden ist.

Dies erfolgt durch:

  • Reinhaltung des Grundwasserkörpers von Gefahrstoffen und bakteriologischen Verunreinigungen im Wasserschutzgebiet.
  • festgelegte Entnahmemengen; diese gewährleisten, dass an den Brunnen keine Überentnahmen von Grundwasser stattfinden.

In Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie der Geologie, der Niederschlagsrate und der Grundwasserfließrichtung werden dabei Flächen abgedeckt, aus denen das Grundwasser den Brunnen zuströmt. Dieser Schutzgebietsumgriff ist so dimensioniert, dass möglichen Verunreinigungen (chemisch oder bakteriologisch) vorgebeugt wird.

Die Ermittlung dieser Parameter erfolgt durch umfangreiche Geländeuntersuchungen und mathematische Modellrechnungen. Aus diesen Erkenntnissen ergibt sich ein Schutzgebiet welches in drei Zonen aufgeteilt ist:

Zone I: Fassungsbereich (meist eingezäunt, Betretungsverbot)
Zone II: Engere Schutzzone (stellt den Schutz vor bakteriologischen Verunreinigungen sicher; keinesfalls Gülle- und Abwassereintrag; 50 Tage Linie)
Zone III: Weitere Schutzzone (bietet Schutz vor schwer abbaubaren Verunreinigungen, z. B. Chemikalien. Weitere Aufteilung in IIIA und IIIB bei großen Schutzgebieten mit unterschiedlichen Geboten und Auflagen möglich).

Weitere Informationen zu Wasserschutzgebieten erhalten Sie auch hier.

Wasserschutzgebietsverfahren in Bamberg

Ziel eines Wasserschutzgebietsverfahrens ist es, nur solche Nutzungen zuzulassen, die das Trinkwasser nicht gefährden. Die notwendigen Beschränkungen zum Schutz des Grundwassers betreffen vor allem die Industrie und Gewerbe, Abfallbeseitigung, Abwasser, Verkehr, Besiedelung, Rohstoffabbau und die Landwirtschaft.

Wo kommt unser Wasser her?

Führungen für Schulen oder interessierte Gruppen durch unser Wasserwerk Stadtwald bieten wir Ihnen gerne an. Dabei erfahren Sie Wissenwertes zur „Entstehung" des Grundwassers im Regnitztal, von der Entnahme des Wassers aus dem Boden über die Aufbereitung als Trinkwasser bis hin zur Einspeisung in das Versorgungsnetz.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herrn Motzer 0951 77-5210 oder Herrn Spörlein 0951 77-5214.